GESCHICHTE DES ORTES

Von Haganbach zu Hambuch

geschichte Unser Ort Hambuch hat eine lange Geschichte und zählt daher zu den ältesten Ortschaften unserer Gegend.
Schon im Jahr 866 wird Hambuch als haganbahc erstmals erwähnt.
Abt Ansbald von Prüm beurkundet, dass sein Kloster der Matrone Higilda im Mayengau im Dorfe „Haganbahc“, einen Hof schenkt. Ausgenommen die dortige Kirche.
Da in dieser Urkunde bereits eine Kirche und ein Hof benannt werden, könnte man natürlich schließen, dass unser Ort schon vor 866 Bestand hatte. Dazu konnten jedoch bisher keinerlei Unterlagen gefunden werden.
Der Ortsname Haganbach könnte auf folgendes hindeuten.
Der Wortstamm „hag“ weist auf ein eingefriedetes Gelände unterschiedlicher Größe hin, wobei dieses Gelände durch gekapptes Buschholz umfriedet war. Hierzu dienten dornige Sträucher wie Hagedorn (Weißdorn), Hagerose (Hunds-Rose) und Hagebutte, oder stark verwachsende Pflanzen wie die Hagebuche (Hainbuche). Daraus hat sich unser heutiger Ortsname Hambuch entwickelt, der ja auch in seinem Gemeindewappen den Hainbuchenast trägt.
Der Namenszusatz „anbach“ könnte darauf hindeuten, dass unser Ort in der Nähe des Pommerbaches liegt.

Haganbach liegt damals am Reiseweg zwischen Prüm und Carden.
Seit dieser Zeit unterlag unser Ortsname einem ständigen Wechsel.
So ist eine weitere Namensänderung aus einem amtlichen Güterverzeichnis der Abtei Prüm, aus dem Jahr 893 zu ersehen. Hier macht Abt Caesarius 1222 folgende Bemerkung: „Der Graf von Are hat ein wertvolles Gut auf dem Mayfeld, welches Haynbahc heißt.“ Im 12. Jahrhundert wird unser Ort mit dem Namen Hagenbach in einem Güterverzeichnis des Stiftes Carden aufgeführt.
Im Jahre 1395 ist in einer Urkunde des Trierer „Erzbischof Werner“ vermerkt, dass er dem „Johann, dem Herrn zu Daun“ einen Anteil am Gericht zu „Haenbach“ als Lehen übergibt.
In den folgenden Jahren ändert sich unser Ortsname auf vielfältige Weise.
Es werden die Ortsnamen: Hambach, Heimbach und Harnbach genannt.
Im Mittelalter lag die Landesherrschaft zur Hälfte bei Kurtrier, zur Hälfte bei Kurköln und den Grafen von der Leyen. Die Grenze beider Erzbistümer lief mitten durch unseren Ort.
Auswirkungen zeigt diese Trennung noch heute. Die Eulgemer Straße und die Brunnenstraße teilen unser Dorf noch heute in „Hinnewäldtje“ (Unterdorf) und „Ewwewäldtje" (Oberdorf).
Ab 1794 stand unser Ort unter französischer Herrschaft, 1814 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist er Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz und bleibt nun endgültig seiner Bezeichnung „Hambuch“ treu.